SIRIUS Band 9/Heft 1-2

SICHERHEIT OHNE USA? – Teil 1

SIRIUS Band 9/Heft 1-2

Das erste Doppelheft von SIRIUS – Zeitschrift für Strategische Analysen für das Jahr 2025 ist zum Schwerpunktthema „SICHERHEIT OHNE USA?“ erschienen.

Im Fokus des ersten Doppelhefts 2025 stehen nukleare Fragestellungen, unter anderem mit Aufsätzen zur erweiterten nuklearen Abschreckung sowie zur Debatte rund um einen möglichen „Eurodeterrent“:

  • Martin Bader, Maximilian Dambacher und Marcus M. Keupp argumentieren in ihrem Artikel „Wenn Europa sich selbst verteidigen will, muss es sich beeilen“, dass Europa angesichts unsicherer US-Unterstützung eigene militärische Fähigkeiten entwickeln muss, um Russland glaubwürdig abschrecken zu können. Sie liefern eine Bestandsaufnahme der Aufgaben, die den einzelnen Ländern im Sinne eines europäischen Burden-Sharing zukommen, sowie Antworten auf die Frage, wie es um ihre Verteidigungsfähigkeit steht.
  • In seinem Aufsatz „Erweiterte Abschreckung und strategische Stabilität in Europa: Deutschland und seine Partner brauchen einen Plan für die Zukunft“ warnt Frank Hagemann, dass das nukleare Ungleichgewicht im nordatlantischen Raum destabilisierend wirkt und die Gefahr einer Abkopplung der europäischen Sicherheit von den Vereinigten Staaten wächst.
  • Henrik Stålhane Hiim erörtert in seinem Aufsatz „Keep All the Flawed Options on the Table: Europe’s Nuclear Future” die wichtigsten strategischen, politischen und technischen Herausforderungen, denen Vorschläge für eine „Eurodeterrence“ in einer Zeit gegenüberstehen, in der das Vertrauen Europas in die nukleare Abschreckung der USA schwindet.
  • In seinem Aufsatz “Unheilbare Sicherheit durch nukleare Teilhabe in der asymmetrischen NATO“ blickt Christian Tuschhoff auf die unteilbare Sicherheit als Kernprinzip der NATO. Er argumentiert, dass diese auf Vereinbarungen und Kooperationspraktiken der Mitgliedstaaten beruht.
  • Andreas Lutsch ordnet in seinem Artikel „Euro-amerikanische Sicherheitskooperation, weitreichende Mittelstreckenwaffen und nukleare Abschreckung in historischer Perspektive“ die im Juli 2024 beschlossene Stationierung weitreichender konventioneller Abstandswaffen der USA in Deutschland, Frankreich, Italien und Polen historisch ein. Er zeigt, wie stark frühere Vorläufe ähnlicher Vorhaben die heutige Debatte über europäische Rüstungskooperation und Abschreckungsfähigkeit prägen.
  • Michael Rühle erinnert in seinem Artikel „80 Jahre nach Hiroshima: Die Evolution der nuklearen Abschreckung und der Konzepte zu ihrer Überwindung“ daran, dass die Logik der nuklearen Abschreckung im ständigen Wettbewerb mit der Logik der Abrüstung bislang stets die Oberhand behalten hat.

Ergänzend enthält die Ausgabe eine Analyse der aktuellen militärischen Lage im Nahen Osten von Sebastian Hamann, einen Aufsatz zu Reformperspektiven des Bundessicherheitsrates von Thomas Horlohe, ein Interview mit Karl Kaiser über die Strategiefähigkeit der Bundesrepublik sowie zwei Buchbesprechungen.

Wie gewohnt, steht die gesamte aktuelle Ausgabe online durch die Open Access-Lizenz über den Verlag De Gruyter Brill HIER frei zur Verfügung.

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