In der Demokratie ist das Volk der Souverän. Doch was will „das Volk“? Und wie sollen Hunderttausende oder Millionen Bürger*innen politische Macht ausüben? In der modernen Massengesellschaft bedeutet Demokratie repräsentative Demokratie. Die Bürger*innen vertrauen die politische Macht für eine bestimmte Zeit Volksvertreter*innen an, die an ihrer Stelle politische Entscheidungen treffen und Macht ausüben. Dieser demokratischen Übertragung dienen Wahlen. Die sind somit der zentrale Mechanismus demokratischer Systeme.
Wahlen gehen Wahlkämpfe voraus, in denen Politiker*innen und Parteien mit Wahlprogrammen, Wahlwerbung und Wahlversprechen um das Vertrauen der Wähler*innen konkurrieren. Auf dieser Grundlage können die Bürger*innen ihre Wahlentscheidung treffen und durch ihre Stimmabgabe ihre Interessen und Präferenzen zum Ausdruck bringen. Das Wahlsystem übersetzt die Stimmen der Wähler*innen in politische Machtpositionen und -verhältnisse.
Wahlen können als demokratisch gelten, wenn das Wahlrecht allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim ausgestaltet ist und der Meinungsbildungs- und Wahlprozess fair ablaufen und die Bürger*innen von ihrem Wahlrecht souverän Gebrauch machen können. Unter diesen Voraussetzungen stellen Wahlen die Machtfrage und legitimieren nicht nur die Regierenden und die politische Richtung, sondern das politische System insgesamt.
Diese Themenseite versammelt Beiträge der SW&D, die Wahlen sowohl als Ereignisse als auch als politische Prozesse beleuchten. Sie zeigen, wie aus politischen Stimmungen Stimmen und aus politischen Schnittmengen Mehrheiten werden.
Zwischenbilanz – Die Midterm Elections in den USA und ihre Folgen
Die Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werfen wichtige Fragen auf: Was sagen die Ergebnisse über das Wahlverhalten und die politischen Kräfteverhältnisse? Welche Herausforderungen entstehen bei der Koalitionsbildung und welche politischen Konsequenzen folgen daraus? Darüber diskutierten Prof. Dr. Jochen Müller und Oliver Kannenberg, moderiert von Julia Werner. Dabei ging der Blick über die Landespolitik hinaus: Welche Bedeutung haben die Wahlergebnisse über die Ländergrenzen hinweg? Und was verraten sie über die politische Entwicklung in Deutschland?
Die Französische Präsidentschaftswahl: Wahlanalyse zur Nachfolge Macrons
Die Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werfen wichtige Fragen auf: Was sagen die Ergebnisse über das Wahlverhalten und die politischen Kräfteverhältnisse? Welche Herausforderungen entstehen bei der Koalitionsbildung und welche politischen Konsequenzen folgen daraus? Darüber diskutierten Prof. Dr. Jochen Müller und Oliver Kannenberg, moderiert von Julia Werner. Dabei ging der Blick über die Landespolitik hinaus: Welche Bedeutung haben die Wahlergebnisse über die Ländergrenzen hinweg? Und was verraten sie über die politische Entwicklung in Deutschland?
Drei Wahlen, viele Fragen: Analyse der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin
Die Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werfen wichtige Fragen auf: Was sagen die Ergebnisse über das Wahlverhalten und die politischen Kräfteverhältnisse? Welche Herausforderungen entstehen bei der Koalitionsbildung und welche politischen Konsequenzen folgen daraus? Darüber diskutierten Prof. Dr. Jochen Müller und Oliver Kannenberg, moderiert von Julia Werner. Dabei ging der Blick über die Landespolitik hinaus: Welche Bedeutung haben die Wahlergebnisse über die Ländergrenzen hinweg? Und was verraten sie über die politische Entwicklung in Deutschland?
Auf halbem Weg zur US-Präsidentschaftswahl 2028 – oder zur Volldiktatur? Die US-Midterm Elections 2026
Four more weeks – dann finden in den USA die Kongresswahlen statt. Die Prognosen stehen gut für die Demokraten – heißt das zugleich: für die Trump-erschütterte US-Demokratie? Das diskutierten die Politikwissenschaftler*innen Christian Lammert, Julia Simon und Frank A. Stengel auf einer Veranstaltung der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW).
„Die Grünen haben in der letzten Legislaturperiode die SPD sehr getriezt“: Parteienforscher Jan Müller über den Wahlausgang und die Regierungsverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist „die Frau gegen Blau“ zwar unterlegen; dennoch wird Manuela Schwesig wohl Ministerpräsidentin bleiben. Jan Müller, der an der Universität Rostock die Arbeitsgruppe „Politik und Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern“ leitet, erörtert im Interview den Wahlkampf, das Ergebnis, die Verhandlungen über ein rot-rot-grüne Koalition und die zukünftige Rolle von AfD und CDU.
„Ein Linksbündnis ist am wahrscheinlichsten, aber keineswegs ausgemacht“: Wie geht es weiter in Berlin?
Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin brodelt die Debatte über eine rot-grün-rote Koalition. SPD und Grüne nennen Bedingungen, doch es gibt auch Unterstützung für ein Linksbündnis. Oliver Kannenberg forscht am Institut für Parlamentarismusforschung zu Koalitionen und erklärt im Interview, wie die Gespräche in den nächsten Wochen ablaufen und woran sie scheitern könnten.
Auf die Amtsinhaberin kommt es an! Die Spitzenkandidaten als entscheidender Faktor bei den Landtagswahlen im September 2026
‚Landesväter‘ und ‚Landesmütter‘ genießen in ihrem Bundesland meist hohes Ansehen und dienen ihren Parteien oft als zentrales Argument im Wahlkampf. Der Leipziger Politikwissenschaftler Hendrik Träger analysiert, welche Bedeutung den Amtsinhaber*innen bei den jüngsten Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zukam – und welche Rolle die Spitzenkandidat*innen bei der Abgeordnetenwahl in Berlin spielten, wo der Regierende Bürgermeister nicht wieder antrat.
Hauptstadt auf Sonderwegen? Berlin vor der Abgeordnetenhauswahl
Nach der Wiederholungswahl 2023 steht nun schon wieder die nächste reguläre Wahl des Berliner Abgeordnetenhaus an. Umfragen sagen ein sehr ähnlich starkes Abschneiden von CDU, Die Linke, AfD und Grünen voraus. Eine Veranstaltung der DVPW nahm Parteipositionen, zentrale Wahlkampfthemen, Spitzenkandidierende, Wahlgeografie, Koalitionsoptionen und – angesichts der Vorgeschichte – Fragen der Wahlorganisation in den Blick.
Poster-Populisten: Marcel Lewandowsky über den Wahlkampf der AfD
Die AfD stellt in Sachsen-Anhalt und mecklenburg-Vorpommern Schwiegersohn-Typen nach vorn. Der Politikwissenschaftler Marcel Lewandowsky, Professor für Regierungslehre und Policyforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Populismus-Spezialist, erklärt im Interview, was hinter den freundlichen Fassaden steckt.
Zwischen Ost-Rhetorik und bundesweiter Stärke: Das territoriale Selbstverständnis der AfD vor der Ost-Landtagswahlen
Welche Rolle spielt „der Osten“ für die AfD? Und welche innerparteilichen Spannungen könnte ausgerechnet ein Erfolg der Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern auslösen? Giovanni de Ghantuz Cubbe analysiert das territoriale Selbstverständnis der AfD zwischen Ost-Identität und dem Ziel, eine gesamtdeutsche Volkspartei zu werden.
Im Osten was ganz Neues, Szenarien der Regierungsbildung nach den September-Wahlen
Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin könnte die Regierungsbildung enorm schwierig werden. Von einer AfD-Alleinregierung über Minderheitsregierungen bis zu einer „rotierenden Regierenden Bürgermeisterin“ sind in allen drei Ländern neuartige Regierungskonstellationen möglich. Unser pw-portal-Redakteur Volker Best hat alle möglichen Szenarien aufgeschrieben.
Die Kleinen im Anlauf auf die Fünfprozenthürde
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt dürfte sich das Zustandekommen einer Mandatsmehrheit der AfD an der Frage entscheiden, ob und wie viele der kleineren Parteien es in den Landtag schaffen. Wie also stehen deren Chancen? Wie schaffen sie es, im stark auf die AfD und die CDU zugespitzten Wahlkampf die Aufmerksamkeit der Wähler*innen auf sich zu ziehen? Welche Rolle spielen dafür ihre Organisationsstrukturen, thematischen Forderungen und Spitzenkandidat*innen von SPD, Grüne, FDP und BSW? Einschätzungen hierzu nimmt im Interview der Politikwissenschaftler Roger Stöcker von der Universität Magdeburg vor, der zum sachsen-anhaltinischen Parteiensystem promoviert hat.
Wie weiter mit der Brandmauer? Eine Debatte zwischen Christian Stecker, Julia Reuschenbach und Frank Decker
In seinem Beitrag für das pw-portal argumentierte Christian Stecker, dass die Brandmauer gescheitert sei und im Endeffekt der AfD nütze. Er forderte daher ein Umdenken zu flexiblen Mehrheiten. Julia Reuschenbach und Frank Decker sind anderer Meinung. Das pw-portal hat Christan Stecker daher eingeladen, seine Position im Streitgespräch mit den beiden Fachkolleg*innen zu verteidigen.
Warum die hermetische Brandmauer mehr schadet als nützt
Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird die AfD laut Umfragen stärkste Kraft werden. Der Politikwissenschaftler Christian Stecker hält die Brandmauer daher für gescheitert. Sie stärke ausgerechnet die AfD und verweigere deren Wähler*innen eine faire Berücksichtigung ihrer Interessen. Stattdessen fordert Stecker ein Umdenken zu flexiblen Mehrheiten. Der Aufschlag zu einer Debatte, die auf dem Portal für Politikwissenschaft in Form eines Streitgesprächs Steckers mit seinen Fachkolleg*innen Julia Reuschenbach und Frank Decker fortgeführt wird.
Was könnte eine AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt umsetzen? Eine Einschätzung auf (verfassungs-)rechtlicher und politischer Grundlage
Was wäre, wenn eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt schalten und walten könnte, wie sie möchte – mit eigener Mehrheit, aber innerhalb des geltenden Rechts- und Finanzrahmens? Der Politikwissenschaftler Sven Leunig hat im Detail ausgewertet, welche Forderungen aus dem „Regierungsprogramm“ der AfD sich tatsächlich umsetzen ließen. Sein Fazit: Nur rund ein Drittel ist finanziell und rechtlich realisierbar.
Schaden Meinungsumfragen der Demokratie?
Die Berichterstattung ist voll von Wahlumfragen und Beliebtheitsrankings von Politiker*innen. Doch ist die Omnipräsenz der politischen Meinungsforschung gut für die Demokratie? Michel Dormal hat sich intensiv mit dem Verhältnis von Demoskopie und Demokratie beschäftigt. Im Interview spricht er über die Versprechen der Meinungsforschung, die Kritik daran und erklärt, welche Art von Umfragen man besser lassen sollte.
Torsten Oppelland im Interview: „Die Aufmerksamkeit für Landespolitik konzentriert sich sehr stark auf den Ministerpräsidenten“
Hand aufs Herz, wie viele Minister*innen Ihres Bundeslands können Sie namentlich aufzählen? Nicht viele? Aber der Name des oder der Ministerpräsident*in steht Ihnen wahrscheinlich direkt vor Augen. Welche Rolle spielen diese Person und ihre im Amt erworbene Beliebtheit allgemein bei Landtagswahlen – und welche Rolle wird dieser „Amtsbonus“ bei den kommenden Urnengängen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin spielen? Um diese Fragen geht es im Interview mit Torsten Oppelland, bis vor kurzem außerplanmäßiger Professor für Vergleichende Regierungslehre an der Universität Jena.
Too close to call: Gespaltene Ost-Bindestrichländer vor dem Urnengang
Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnten eine echte Zäsur markieren. In den beiden Ländern führt die AfD die Umfrage an, in Sachsen-Anhalt erscheint selbst eine absolute Mehrheit der Mandate für die AfD nicht ausgeschlossen. Welche Szenarien möglich sind, wie sich die Regierungsbildung gestalten könnte und was man zu den Wahlen sonst noch wissen muss, diskutierte eine Runde von Expert*innen auf einer Veranstaltung der DVPW.
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